CV mit Infografik versehen

April 29th, 2011

Einen Lebenslauf kann man übersichtlich gestalten mit Infografiken.

Aufmerksam wurde ich darauf durch Doschu , die auf Ihrer Facebook-Seite einen CV vorstellt, der als Infografik gestaltet ist   http://haganblount.com/resume

Ein gelungenes Beispiel für ein Skill-Profil als Infografik, die  unsere deutschen Sehgewohnheiten entspricht, zeigt Andreas Isaak.  

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Aber Vorsicht mit Infografiken: Sie sollen dem eiligen Leser einen schnellen Überblick bieten und nicht verwirren. Die Karrierebibel stellte Andraes Isaak schon vor und bringt auch weitere Beispiele für Infografiken.

Mediziner: Die Auswanderung als Wunsch und Vorstellung

Februar 16th, 2011

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Seit Jahren wird in den Medien eine Spukgeschichte erzählt: Die von der Abwanderung von deutschen ÄrztInnen ins Ausland. Und in Umfragen sagen Mediziner immer wieder, sie wollten ins Ausland gehen, wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in Deutschland.

So brachte die Welt am 14. Februar eine Meldung über die Mediziner, die nicht mehr Landarzt werden wollen. „Die aktuelle Studie wirft ein Schlaglicht auf zwei große Probleme in der Gesundheitsversorgung: Dem Ärztemangel auf dem Land und die zunehmende Abwanderung von Medizinern ins Ausland.

Prompt reagierten die anderen Medien und berichten darüber.„Von den Ärzten, die eine berufliche Änderung planen, zieht es ein Drittel ins Ausland“ meldet das Ärzteblatt. (Siehe auch Bibliomed.de)

Die Meldungen beziehen sich auf die neueste Studie von TNS Infratest im Auftrag der Commerzbank. In der Pressemeldung dazu hebt die Commerzbank hervor:

„Ein Viertel der Ärzte strebt 2011 berufliche Veränderung an“.

„Ein Drittel der Wechselwilligen zieht es als Arzt ins Ausland“.

 

Ein Viertel und ein Drittel-Bezüge erzeugen  beim Lesen die Vorstellung großer Mengen. Und deshalb habe ich das mal nachgerechnet.

In Zahlen* ausgedrückt hieße das:

25.000 deutsche Ärzte planen die Abwanderung ins Ausland.

 

Im Jahr 2009 gab es in Deutschland 300.000 ärztlich tätige Mediziner.

Ein Viertel der Ärzte will berufliche Veränderung = 75.000

Ein Drittel der Wechselwilligen ins Ausland= 25.000!

*Der Rechnung legen wir gerundete Zahlen der Bundesärztekammer von 2009 zugrunde.

Wie steht es denn nun wirklich um die Mobilität von Ärzten?

Seit über zehn Jahren bin ich im Recruiting tätig mit einem Schwerpunkt im Headhunting. Dabei war ich in verschiedenen Branchen tätig und habe mehrere Berufsgruppen kennengelernt. Wir sprechen hier überwiegend von Positionen im mittleren Management oder Spezialistenfunktionen ab einem Jahresgehalt von mindestens 60.000 €.  Nun zeigt meine Erfahrung, dass die Berufsgruppe der Ärzte am wenigstens mobil ist, d.h. nur sehr wenige sind umzugsbereit für den Beruf.

In anderen Berufsgruppen, z.B. im Controlling, im IT- Management oder im Vertrieb sind deutlich mehr Kandidaten mit einem Wohnortwechsel einverstanden – auch mit der gesamten Familie. Selbstverständlich gibt es Lebensphasen, in denen Menschen eher mobil sind, etwa beim Berufsstart, wenn die Kinder im Vorschulalter sind oder der Nachwuchs flügge geworden ist.  Nun könnte ich zufällig an wenig mobile Mediziner geraten sein, aber Personalberater-Kollegen bestätigen mir das. Diese Eindrücke sind belegt durch Studien und zeigen sich auch in den Berufsverläufen von Medizinern.

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Seit 2005 erhebt  die Bundesärztekammer Zahlen zur Abwanderung von Ärzten ins Ausland. Die letzten auf der Website veröffentlichten Zahlen sind aus dem Jahr 2009: 

2009 waren insgesamt 2.486 in Deutschland ursprünglich tätige Ärztinnen und Ärzte ins Ausland abgewandert. Unter diesen abwandernden Ärzten waren sogar ein Drittel ausländische Ärzte. Das beachten wir nun nicht, wissen wir doch nicht, ob diese in Deutschland studiert hatten oder zur Facharztausbildung kamen.

Kognitive Dissonanz – die Spukgeschichte von der Abwanderung  der deutschen Mediziner ins Ausland

 In 2009 waren in Deutschland 325.945* Ärztinnen und Ärzte ärztlich tätig.  Dazu kommen noch 103.981 nicht ärztlich tätige Mediziner.  Es gehen also viel mehr Mediziner in andere Branchen als ins Ausland.

Rechnet man den Prozentsatz aller von Deutschland ins Ausland abgewanderten Mediziner, also 2.486 von 325.945 ÄrztInnen, dann sind das unter ein Prozent. Selbst wenn sich die Anzahl bis heute verdoppelt oder verdreifacht hätte, lägen wir bei nur zwei bis drei Prozent. Die Schwankungen waren in den erhobenen Zeiträumen gering (2008 gingen 3.065, in 2007 gingen 2.439 ÄrztInnen ins Ausland)

Über 50 Prozent der AssistenzärtzInnen geben an, wegen einer attraktiven Stelle ins Ausland gehen zu wollen. So die Ergebnisse einer Studie der FH Münster zum Jobwahlverhalten von  jungen Medizinern.

 

Wie kommen solche Aussagen zustande, wenn die Wirklichkeit eine andere ist? gim_drkerstinullrich.jpg

“Die Differenz zwischen tatsächlich ins Ausland abwandernden ÄrztInnen und den Aussagen über eine geplante Abwanderung, liegt nicht an falschem Zahlenwerk oder ungenauen Umfragen. In der Marktforschung und im Marketing wird diese Differenz zwischen Einstellung und Handeln als „kognitive Dissonanz“ bezeichnet“,  so Dr. Kerstin Ullrich von der Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH.

Wir alle wissen, die Arbeitsbedingungen in der medizinischen Versorgung können weder für Ärzte noch für Pflegekräfte als rosig bezeichnet werden.

Dennoch sind die allermeisten Ärzte engagiert in ihrem Beruf und der ihnen in den Medien nachgesagte Ruf, alles stehen und liegen zu lassen und ins Ausland abzuwandern, trifft nicht. Sollten inzwischen neue konkrete Zahlen vorliegen, die einen anderen Schluss zulassen, bitte ich um einen Hinweis.

 Studien über den Beruf „Mediziner“

 

 Fotos: sxh.hu Sergio Roberto Bichara/ Jane Cleary /Hilde Vanstraele

 

 

 

 

 

 

  

Stellenangebot Interventionelle Kardiologie

Dezember 9th, 2010

An segelnde Kardiologin*

 

 Illustration Segelboot (Foto: Doris Schuppe)

Wind und

Bootsliegeplätze vorhanden

* Die Freizeitgestaltung (work-life-balance!) ist den Kollegen natürlich selbst überlassen und Segeln, Surfen oder Tauchen sind an der Klinik kein Einstellungskriterium.

 

*Es können sich auch gerne Männer bewerben(aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir auf eine geschlechtsneutrale Formulierung verzichtet. Es sind jedoch immer beide Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung angesprochen.)

 

Oberarztstelle
Interventionelle Kardiologie
Klinik in Süddeutschland

 

Wenn Sie mehr über diese Position erfahren möchten, rufen Sie mich an: Elke König 06195/671430 oder senden Sie mir eine E-Mail: ek@koenig-pm.de.

Foto: doschu

Arbeitsplatz und Berufsentscheidung - OP Barometer - Funktionspflege

November 8th, 2010

Das Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) an der FH Frankfurt hat zum zweiten Mal in einer Umfrage unter Fachkäften das OP-Barometer erstellt. Für das OP-Barometer 2009 wurden ca. 2.200 MitarbeiterInnen OP-Bereich befragt.

www.fh-frankfurt.de/de/.media/~busse/3m_opbarometer_pflege2009_final.pdf

Beim Lesen des OP-Barometers  stellet sich mir zunächst folgende Frage: Warum würden nur knapp die Hälfte der Befragten Ihren Beruf wieder ergreifen ? Denn fast 3/4 der Befragten (68,9 %) sind mit ihrem Arbeitsplatz sehr zufrieden.  Aber weniger als die Hälfte der Befragten würden sich wieder für die Wahl ihres Berufes entscheiden. Leider geht aus der Befragung nicht hervor, warum sie ihren Beruf nicht wieder ergreifen würden.  Attraktiver wäre der Beruf laut Umfrage bei höherem Gehalt (89 %) und mehr Anerkennung (68 %).  Die Antworten bei dieser Frage waren jedoch vorgegeben. Gehalt,  höhere Anerkennung sowie bessere OP- Organisation. Wer kreuzt bei einer Umfrage nicht an, ein höheres Gehalt mache den Beruf attraktiver? Alle anderen Fragen könnten mit eher ja oder eher nein bzw. neutral beantwortet werden.

JUNGE MEDIZINER - JOBS - KOCHEN - RECRUITINGEVENT

Oktober 21st, 2010

 

DAS RECRUITINGEVENT

 

Ein Top-Koch zeigt Ihnen, wie Sie geschwind etwas Leckeres kochen und wie Sie Ihre Liebsten mit einem Menü beeindrucken. Und dabei finden Sie außerdem Ihre zukünftige Stelle in der Klinik.

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Anstatt mehrere Bewerbungen loszuschicken, zu warten und dann zu Vorstellungsgesprächen zu fahren, knüpfen Sie in lockerer Atmosphäre persönliche Kontakte beim Kochen und lernen so Ihre zukünftigen MentorInnen, also Chef – bzw. OberärztInnen kennen. AssistenzärztInnen aus dem Team sind ebenfalls dabei.

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Das gegenseitige Kennenlernen ist garantiert unverkrampft, weil Sie mit Spass kochen und gemeinsam ein Menü zubereiten.

Wer kann teilnehmen?                               

PJler und AssistenzärztInnen

Welche Kliniken nehmen teil?                 

Kliniken aus dem Großraum Rhein-Main

Wann? und Wo?                                         

22. Januar 2011 in der Genussakademie in Frankfurt

http://www.genussakademie.com         GIF Grafik

Ihre Anmeldung für die Notfallküche

Senden Sie Ihren Lebenslauf an KönigPersonalmanagement (ek@koenig-pm.de) und geben Sie an, in welcher Fachrichtung Sie eine Stelle suchen.

Notieren Sie außerdem evtl. Sperrvermerke, d.h. Kliniken, mit denen Sie nicht in Kontakt kommen wollen. Wir senden Ihnen dann eine Datenschutzerklärung und eine persönliche Einladung mit weiteren Informationen zum Ablauf.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an unter 06195/671430

oder senden Sie eine E-Mail         ek@koenig-pm.de

 Veranstalter  KönigPersonalmanagement      www.koenig-pm.de

 

Behandlungsfehler und Fehlerkultur in der Medizin

Juli 20th, 2010

Behandlungsfehler und Fehlerkultur in der Medizin

Das Buch “Behandlungsfehler in der Medizin - Was nun?” hat eine große Medienresonanz : Eine ausführliche Rezension in der FAZ (14. Juli) “Überleben im Krankenhaus” von Christian Geyer, eine Einladung des Autors und Vorstellung des Buches bei Maischberger und Plasberg “Hart aber Fair” .  Michael Imhof, Chirurg aus Würzburg, gilt als einer der führenden Medizingutachter in Deutschland und wurde nun einem breiten Publikum bekannt.  Michael Imhof plädiert für mehr Offenheit in der Medizin im Umgang mit Behandlungsfehlern.

Links zu  Rezensionen sind zu finden unter  http://www.schulz-kirchner.de/cgi-in/sk/rezension.pl?B=333984

Bevor ich hier sein im Vorwort des Buches abgedrucktes „Plädoyer für mehr Offenheit“ paraphrasiere, zitiere ich:

 

„Auch Ärzte machen Fehler. Jedem, der darüber nachdenkt, ist dies eigentlich klar. Umso unverständlicher erscheint vor allem den betroffenen Patienten der Umgang mit dieser Tatsache – denn sie sind nicht nur Opfer in medizinischer Hinsicht. Ihre schwache Stellung in der Auseinandersetzung mit Gerichten, Haftpflichtversicherungen und ärztlichem Standesdünkel macht es in vielen Fällen unmöglich, Schadenersatz für erlittenes Unrecht zu erhalten. Ich habe in diesem Buch den Versuch unternommen, anhand zahlreicher Beispiele ein lebendiges Bild über den Umgang mit Behandlungsfehlern zu zeichnen, in dem neben der medizinischen Seite vor allem auch die rechtliche Seite gewürdigt wird. Mir geht es dabei aber nicht um Abrechnung oder Schuldzuweisung – im Gegenteil! Ich wünsche mir eine neue Offenheit im Umgang mit Fehlern, die Schaffung neuen Vertrauens zwischen Ärzten und Patienten, und möchte einen Prozess in Gang setzen, der beiden Seiten etwas abverlangt: den Ärzten ein Eingeständnis ihrer menschlichen Unzulänglichkeit – denn Menschen machen Fehler. Und den Patienten ein Abrücken von überzogenem Anspruchsdenken und dem Irrglauben an die Machbarkeit von Gesundheit.“

 

(http://www.schulz-kirchner.de/filesep/imhof_behandlungsfehler.pdf)  Dort ist auch das Inhaltsverzeichnis und und die Einleitung zu lesen.

 

 Im Anhang des Buches stehen Links zu Anonymen Berichts und -Lernsystemen in der Medizin.  

 http://www.amazon.de/reader/3824808412?_encoding=UTF8&ref_=sib_books_pg&p=S002&qid=1279611370&query=michael%20imhof%20behandlungsfehler%20in%20der%20medizin#reader_3824808412

 

 Michael Imhof: “Behandlungsfehler in der Medizin - Was nun?” , ISBN-10: 3-8248-0841-2, EAN: 9783824808410, Schulz-Kirchner Verlag GmbH, Mai 2010  

 


Ein Interview (November 2006) mit Michael Imhof über Behandlungsfehler in der Medizin  findet sich bei Planet Wissen, der Website von WDR, SWR und BR alpha anlässlich der Sendung Sendung: Medizin im Zwielicht - Kunstfehler und tödliche Tabletten von 17.11.2006

http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/krankheiten/kunstfehler/interview_mit_dr_med_habil_michael_imhof.jsp

 

Von Schädeldeutern und anderen Scharlatanen

Juni 3rd, 2010

Obskure Methoden der Personalauswahl wie Schädeldeutung, Graphologie, Astrologie, Körpersprache und Namenspsychologie beschreibt Uwe Peter kanning in dem Buch “Von Schädeldeutern und anderen Scharlatanen”. Ein Interview mit Kanning findet sich bei Spiegel Online http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,691667,00.html 

Burn-Out im kompletten Unternehmen

Juni 3rd, 2010

Die #Beschleunigungsfalle bringe ganze #Unternehmen zum Ausbrennen, in ein #Burn-Out. Die permannte Beschleunigung der Aufgaben und Projekte bewirke,  dass zunächst einzelne Mitarbeiter ausbrennen und dann die gesamte Organisation. Der Beschleunigungsfalle könne man nur entgehen, wenn auf Phasen großer Anspannung wieder Phasen der Entspannung folgen.

In einer Studie mit 600 Unternehmen wurde von Heike Bruch( St. Gallen  http://www.ifpm.unisg.ch) und  Jochen I. Menges das Phänomen der Beschleunigung untersucht. In Unternehmen, die vollständig in die Beschleunigunsgfalle geraten seien,  hatten 60 Prozent der befragten Mitarbeiter  nicht ausreichend Ressourcen für ihre Arbeit. Bei Unternehmen ohne Beschleunigungsproblem äußerten dies nur 2 Prozent.  Weitere Indikatoren seien die Aussagen “Ich arbeite ständig unter erhöhtem Zeitdruck” (80 zu 4 Prozent) und “Die Prioritäten meines Unternehmens ändern sich häufig” (75 zu 1 Prozent).  “Kein Licht am Ende des Tunnels”:  Ihre Arbeitsbelastung schätzten die Mitarbeiter in vollständig in die Falle gegangenen Unternehmen als nicht zu bewältigen ein (83 Prozent zu 3 Prozent). Regelmäßige Erholungsphasen vermissten in Problemunternehmen 86 Prozent, in den anderen Firmen nur 6 Prozent der Befragten.

http://wissen.harvardbusinessmanager.de/wissen/leseprobe/69968314/artikel.html

http://hbr.org/2010/04/the-acceleration-trap/ar/1

Wie Internistinnen Karriere machen

Juni 1st, 2010

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) bietet zukünftig unter anderem Mentoring-Seminare für junge Internistinnen in Klinik und Forschung an. In einem aktuellen Positionspapier die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Inneren Medizin. Zwischen Staatsexamen und Facharzt gehen uns viele Frauen verloren“, bestätigt Professor Dr. med. Elisabeth Märker-Hermann, Vorsitzende der DGIM-Kommission „Wissenschaft – Nachwuchsförderung“. Die Kommission führt in ihrem Positionspapier „Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses in der Inneren Medizin“ einige Ursachen an: „Sicherlich ist ein Grund, dass die Facharztausbildung meist mit der Familienphase zwischen 30 und 35 Jahren zusammenfällt,“ erläutert Märker-Hermann, Direktorin der Klinik Innere Medizin IV der Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) in Wiesbaden. Die geringe Zahl an Teilzeitarbeitsplätzen in den Kliniken hindere die Frauen in besonderem Maße daran, ihre Ausbildung fortzusetzen und zu beenden. Damit bleibe viel Potenzial von gut ausgebildeten Ärztinnen ungenutzt, so Märker-Hermann. Dass ein höherer Frauenanteil unter Internisten zudem die Versorgungsqualität verbessern könnte, darauf weisen die Ergebnisse einer Studie im „European Journal of Heart Failure“(2009:11(3)) hin.

Noch weniger präsent sind Frauen in medizinisch-wissenschaftlichen Laufbahnen: Bei Dozenten und Assistenten liegt ihr Anteil bei 32 Prozent. Bei den C3-Professuren sind es zwölf, bei den C4-Professuren nur noch sechs Prozent. Unter den leitenden Krankenhausärzten sind elf Prozent des Führungspersonals weiblich.

Im ihrem Positionspapier empfiehlt die DGIM auch, bei der Ausschreibung von Stellen Ausschlussmechanismen zu vermeiden: etwa eine Altersgrenze oder eine generelle Sperre für Teilzeitarbeit. „Stellenbesetzungsverfahren müssen transparent und nachvollziehbar sein“, ergänzt Märker-Hermann. Wichtig seien auch ganz praktische Überlegungen: Stellenpools für Schwangerschafts- und Elternzeitvertretungen förderten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Kindergärten, die länger als von neun bis fünf geöffnet seien.

„Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses in der Inneren Medizin“ unter http://www.dgim.de/pdf/2010-Stellungnahme_VI.pdf

 

 

Ärztemangel auf dem Land

Mai 27th, 2010

Positionspapier gegen Ärztemangel auf dem Land in Baden-Württemberg

10 Thesen mit erforderlichen Maßnahmen

Der Landkreistag veröffentlichte am 26.Mai 2010 ein Positionspapier, in dem die Maßnahmen vorgeschlagen werden, die Ärzte bei der Niederlassung im ländlichen Raum unterstützen.

 1. Wir brauchen eine am Patienten orientierte Bedarfsplanung.

 2. Die Kassenärztliche Vereinigung muss von ihrem gesamten Instrumentarium konsequent Gebrauch machen.

 3. Unterstützung einer besseren Vereinbarkeit von Familie und ärztlicher Tätigkeit.

    Mehr Sensibilität für die Belange der Frauen.

 4. Nachwuchswerbung verstärken.

 5. Zusätzliche Ausbildungskapazitäten sind notwendig.

6. Das Auswahlverfahren für das Studium der Medizin ist überholt.

    Eignung und Motivation für den Arztberuf sind stärker zu berücksichtigen.

7. Größere Praxisnähe des Medizinstudiums.

 8. Förderung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung.

 9. Effizienzsteigerung durch Beschränkung auf die „Kernkompetenz“.

 10. Gemeinden und Landkreise können unterstützend wirken.

 

 Das ausführliche Positionspapier als Pressemitteilung liegt als PDF bereit zum Download unter http://www.landkreistag-bw.de/index.php?aktuell/pm/pm_2010/pm05-26-05-10.htm?m_akt