Archive for the ‘Gesundheit’ Category

Behandlungsfehler und Fehlerkultur in der Medizin

Dienstag, Juli 20th, 2010

Behandlungsfehler und Fehlerkultur in der Medizin

Das Buch “Behandlungsfehler in der Medizin - Was nun?” hat eine große Medienresonanz : Eine ausführliche Rezension in der FAZ (14. Juli) “Überleben im Krankenhaus” von Christian Geyer, eine Einladung des Autors und Vorstellung des Buches bei Maischberger und Plasberg “Hart aber Fair” .  Michael Imhof, Chirurg aus Würzburg, gilt als einer der führenden Medizingutachter in Deutschland und wurde nun einem breiten Publikum bekannt.  Michael Imhof plädiert für mehr Offenheit in der Medizin im Umgang mit Behandlungsfehlern.

Links zu  Rezensionen sind zu finden unter  http://www.schulz-kirchner.de/cgi-in/sk/rezension.pl?B=333984

Bevor ich hier sein im Vorwort des Buches abgedrucktes „Plädoyer für mehr Offenheit“ paraphrasiere, zitiere ich:

 

„Auch Ärzte machen Fehler. Jedem, der darüber nachdenkt, ist dies eigentlich klar. Umso unverständlicher erscheint vor allem den betroffenen Patienten der Umgang mit dieser Tatsache – denn sie sind nicht nur Opfer in medizinischer Hinsicht. Ihre schwache Stellung in der Auseinandersetzung mit Gerichten, Haftpflichtversicherungen und ärztlichem Standesdünkel macht es in vielen Fällen unmöglich, Schadenersatz für erlittenes Unrecht zu erhalten. Ich habe in diesem Buch den Versuch unternommen, anhand zahlreicher Beispiele ein lebendiges Bild über den Umgang mit Behandlungsfehlern zu zeichnen, in dem neben der medizinischen Seite vor allem auch die rechtliche Seite gewürdigt wird. Mir geht es dabei aber nicht um Abrechnung oder Schuldzuweisung – im Gegenteil! Ich wünsche mir eine neue Offenheit im Umgang mit Fehlern, die Schaffung neuen Vertrauens zwischen Ärzten und Patienten, und möchte einen Prozess in Gang setzen, der beiden Seiten etwas abverlangt: den Ärzten ein Eingeständnis ihrer menschlichen Unzulänglichkeit – denn Menschen machen Fehler. Und den Patienten ein Abrücken von überzogenem Anspruchsdenken und dem Irrglauben an die Machbarkeit von Gesundheit.“

 

(http://www.schulz-kirchner.de/filesep/imhof_behandlungsfehler.pdf)  Dort ist auch das Inhaltsverzeichnis und und die Einleitung zu lesen.

 

 Im Anhang des Buches stehen Links zu Anonymen Berichts und -Lernsystemen in der Medizin.  

 http://www.amazon.de/reader/3824808412?_encoding=UTF8&ref_=sib_books_pg&p=S002&qid=1279611370&query=michael%20imhof%20behandlungsfehler%20in%20der%20medizin#reader_3824808412

 

 Michael Imhof: “Behandlungsfehler in der Medizin - Was nun?” , ISBN-10: 3-8248-0841-2, EAN: 9783824808410, Schulz-Kirchner Verlag GmbH, Mai 2010  

 


Ein Interview (November 2006) mit Michael Imhof über Behandlungsfehler in der Medizin  findet sich bei Planet Wissen, der Website von WDR, SWR und BR alpha anlässlich der Sendung Sendung: Medizin im Zwielicht - Kunstfehler und tödliche Tabletten von 17.11.2006

http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/krankheiten/kunstfehler/interview_mit_dr_med_habil_michael_imhof.jsp

 

Burn-Out im kompletten Unternehmen

Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Die #Beschleunigungsfalle bringe ganze #Unternehmen zum Ausbrennen, in ein #Burn-Out. Die permannte Beschleunigung der Aufgaben und Projekte bewirke,  dass zunächst einzelne Mitarbeiter ausbrennen und dann die gesamte Organisation. Der Beschleunigungsfalle könne man nur entgehen, wenn auf Phasen großer Anspannung wieder Phasen der Entspannung folgen.

In einer Studie mit 600 Unternehmen wurde von Heike Bruch( St. Gallen  http://www.ifpm.unisg.ch) und  Jochen I. Menges das Phänomen der Beschleunigung untersucht. In Unternehmen, die vollständig in die Beschleunigunsgfalle geraten seien,  hatten 60 Prozent der befragten Mitarbeiter  nicht ausreichend Ressourcen für ihre Arbeit. Bei Unternehmen ohne Beschleunigungsproblem äußerten dies nur 2 Prozent.  Weitere Indikatoren seien die Aussagen “Ich arbeite ständig unter erhöhtem Zeitdruck” (80 zu 4 Prozent) und “Die Prioritäten meines Unternehmens ändern sich häufig” (75 zu 1 Prozent).  “Kein Licht am Ende des Tunnels”:  Ihre Arbeitsbelastung schätzten die Mitarbeiter in vollständig in die Falle gegangenen Unternehmen als nicht zu bewältigen ein (83 Prozent zu 3 Prozent). Regelmäßige Erholungsphasen vermissten in Problemunternehmen 86 Prozent, in den anderen Firmen nur 6 Prozent der Befragten.

http://wissen.harvardbusinessmanager.de/wissen/leseprobe/69968314/artikel.html

http://hbr.org/2010/04/the-acceleration-trap/ar/1

Wie Internistinnen Karriere machen

Dienstag, Juni 1st, 2010

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) bietet zukünftig unter anderem Mentoring-Seminare für junge Internistinnen in Klinik und Forschung an. In einem aktuellen Positionspapier die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Inneren Medizin. Zwischen Staatsexamen und Facharzt gehen uns viele Frauen verloren“, bestätigt Professor Dr. med. Elisabeth Märker-Hermann, Vorsitzende der DGIM-Kommission „Wissenschaft – Nachwuchsförderung“. Die Kommission führt in ihrem Positionspapier „Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses in der Inneren Medizin“ einige Ursachen an: „Sicherlich ist ein Grund, dass die Facharztausbildung meist mit der Familienphase zwischen 30 und 35 Jahren zusammenfällt,“ erläutert Märker-Hermann, Direktorin der Klinik Innere Medizin IV der Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) in Wiesbaden. Die geringe Zahl an Teilzeitarbeitsplätzen in den Kliniken hindere die Frauen in besonderem Maße daran, ihre Ausbildung fortzusetzen und zu beenden. Damit bleibe viel Potenzial von gut ausgebildeten Ärztinnen ungenutzt, so Märker-Hermann. Dass ein höherer Frauenanteil unter Internisten zudem die Versorgungsqualität verbessern könnte, darauf weisen die Ergebnisse einer Studie im „European Journal of Heart Failure“(2009:11(3)) hin.

Noch weniger präsent sind Frauen in medizinisch-wissenschaftlichen Laufbahnen: Bei Dozenten und Assistenten liegt ihr Anteil bei 32 Prozent. Bei den C3-Professuren sind es zwölf, bei den C4-Professuren nur noch sechs Prozent. Unter den leitenden Krankenhausärzten sind elf Prozent des Führungspersonals weiblich.

Im ihrem Positionspapier empfiehlt die DGIM auch, bei der Ausschreibung von Stellen Ausschlussmechanismen zu vermeiden: etwa eine Altersgrenze oder eine generelle Sperre für Teilzeitarbeit. „Stellenbesetzungsverfahren müssen transparent und nachvollziehbar sein“, ergänzt Märker-Hermann. Wichtig seien auch ganz praktische Überlegungen: Stellenpools für Schwangerschafts- und Elternzeitvertretungen förderten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wie Kindergärten, die länger als von neun bis fünf geöffnet seien.

„Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses in der Inneren Medizin“ unter http://www.dgim.de/pdf/2010-Stellungnahme_VI.pdf

 

 

Ärztemangel auf dem Land

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Positionspapier gegen Ärztemangel auf dem Land in Baden-Württemberg

10 Thesen mit erforderlichen Maßnahmen

Der Landkreistag veröffentlichte am 26.Mai 2010 ein Positionspapier, in dem die Maßnahmen vorgeschlagen werden, die Ärzte bei der Niederlassung im ländlichen Raum unterstützen.

 1. Wir brauchen eine am Patienten orientierte Bedarfsplanung.

 2. Die Kassenärztliche Vereinigung muss von ihrem gesamten Instrumentarium konsequent Gebrauch machen.

 3. Unterstützung einer besseren Vereinbarkeit von Familie und ärztlicher Tätigkeit.

    Mehr Sensibilität für die Belange der Frauen.

 4. Nachwuchswerbung verstärken.

 5. Zusätzliche Ausbildungskapazitäten sind notwendig.

6. Das Auswahlverfahren für das Studium der Medizin ist überholt.

    Eignung und Motivation für den Arztberuf sind stärker zu berücksichtigen.

7. Größere Praxisnähe des Medizinstudiums.

 8. Förderung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung.

 9. Effizienzsteigerung durch Beschränkung auf die „Kernkompetenz“.

 10. Gemeinden und Landkreise können unterstützend wirken.

 

 Das ausführliche Positionspapier als Pressemitteilung liegt als PDF bereit zum Download unter http://www.landkreistag-bw.de/index.php?aktuell/pm/pm_2010/pm05-26-05-10.htm?m_akt

Männergesundheit - Frauengesundheit

Mittwoch, Mai 26th, 2010

BKK Innovationspreis 2010
Der Förderpreis des BKK Landesverbandes Hessen hat in 2010 dasSchwerpunktthema:
“Männergesundheit - Frauengesundheit”.

Bewerben können sich immatrikulierte Studierende und Absolventen deutscher Universitäten und (Fach)-Hochschulen mit den Zusammenfassungenihrer Abschlussarbeiten, mit Projekten oder Konzeptionen zumSchwerpunktthema. Die Arbeiten müssen abgeschlossen und bewertet sein. Sie dürfen weder bereits prämiert oder veröffentlicht noch bei Ausschreibungen anderer Preise eingereicht worden sein. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 5.000 € dotiert. Einsendeschluss ist der 31.10.2010 http://www.bkk-hessen.de/startseite/bkk_innovationspreis_2010/